Bericht Allgemeine Zeitung vom 8.9.2009

Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt

08.09.2009 - EBERSHEIM

JUBILÄUM   Ebersheimer Protestanten feiern

(beka). "Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt" - unter dem gleichen Motto wie beim ersten Gemeindefest 1984 feierte die evangelische Kirchengemeinde Ebersheim den Höhepunkt ihres 25. Jubiläumsjahres. Vom Ponyreiten, und Tanz- und Singaktivitäten über Informationsveranstaltungen bis zu Familiengottesdienst und ökumenischer Andacht bot sich den zahlreich erschienenen Gästen neben Spiel, Spaß und allerlei Wissenswertem gleichsam Zeit für spirituelle Einkehr. "Innerhalb der letzten 25 Jahre ist unsere Gemeinde sehr selbstständig geworden", sagte Florian Schilling vom Kirchenvorstand. So gebe es mittlerweile ein breites Spektrum an Angeboten. Neben der Erwachsenenbildung liege ein besonderer Schwerpunkt auf der Jugendarbeit. Mittels des Projektes "Feuer und Flamme" stellten die Jugendlichen gar in Eigenregie die Finanzierung einer gemeindepädagogischen Kraft sicher.

50 Prozent der insgesamt durch das Fest generierten Gelder kommen benachteiligten Kindern in der Dritten Welt zu Gute. Seit 2002 unterstützt die Gemeinde über das ökumenische Spendenprojekt "Kinder in Quito" eine von Missionsdominikanerinnen aus aller Welt betreute Kindertagesstätte im Süden der ecuadorianischen Hauptstadt. Für 120 aus ärmlichen Verhältnissen stammende Kinder im Alter von ein bis fünf Jahren ist das CISCA (Centro Integral Santa Catalina) täglicher Anlaufpunkt. Zudem kehren regelmäßig zwischen 40 und 50 Schulkinder nach Unterrichtsschluss in das Zentrum ein und erhalten dort ein warmes Mittagessen sowie eine Hausaufgaben- und Nachhilfebetreuung. "Ohne das CISCA würden die Kinder entweder alleine zu Hause sitzen oder sich auf der Straße herumtreiben", erklärt Schwester Herta Haug, die bereits seit 15 Jahren in Ecuador wirkt. "Eine wirklich unterstützenswerte Sache", wirbt der ehemalige Kirchenvorsteher und jetzige Projektbetreuer Reinhold Schäfer um Spenden.